Herzfrequenzzonen Rechner
Berechne deine fünf Herzfrequenz-Trainingszonen mit der Tanaka-, Fox- oder Karvonen-Formel. Erhalte exakte bpm-Bereiche für Erholung, aerob, Tempo, Schwelle und VO2max.
Deine Trainingszonen
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| Zone | % HR | Bereich (bpm) | Zweck |
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Zonen sind Schätzungen. Die tatsächliche HRmax variiert um ±10–12 bpm zwischen Personen gleichen Alters. Falls du einen maximalen Belastungstest gemacht hast, verwende diesen gemessenen Wert.
Dieser Rechner dient ausschließlich zu Informationszwecken und ersetzt keine ärztliche Beratung. Konsultiere einen Arzt, bevor du Änderungen an Ernährung, Training oder Gesundheitsverhalten vornimmst.
Was sind Herzfrequenzzonen und warum sind sie wichtig?
Herzfrequenzzonen sind Intensitätsbänder, definiert als Prozentsatz deiner maximalen Herzfrequenz — oder genauer gesagt, als Prozentsatz deiner Herzfrequenzreserve. Jede Zone entspricht einer anderen physiologischen Anpassung: Z1 für Erholung, Z2 für aerobe Kapazität und Fettverbrennung, Z3 für Tempodauerlauf, Z4 für die Laktatschwelle und Z5 für die VO2max.
Die Herzfrequenz ist ein günstiger, nicht-invasiver Stellvertreter für die interne Belastung. Anders als Tempo oder Leistung berücksichtigt sie Hitze, Schlaf, Stress, Hydration und Gelände.
Wie dieser Rechner funktioniert
Der Rechner schätzt zunächst deine maximale Herzfrequenz (HFmax) mit der gewählten Formel und teilt dann den Bereich in fünf Zonen nach Standard-Coaching-Prozentsätzen:
- Fox (1971): HFmax = 220 − Alter. Bekannteste Formel, aber große Streuung (±10–12 bpm).
- Tanaka (2001): HFmax = 208 − (0,7 × Alter). Genauer über den Altersbereich.
- Karvonen (1957): Ziel = ((HFmax − HFruhe) × Intensität%) + HFruhe. Berechnet als Anteil der Herzfrequenzreserve.
Die fünf Zonen nutzen ACSM-Standardprozentsätze: Z1 50–60 %, Z2 60–70 %, Z3 70–80 %, Z4 80–90 %, Z5 90–100 %.
Rechenbeispiel
Ein 40-jähriger Läufer mit 55 bpm Ruhepuls, Karvonen-Methode:
- HFmax (Tanaka) = 208 − 0,7 × 40 = 180 bpm
- Herzfrequenzreserve = 180 − 55 = 125 bpm
- Z2 unten (60 % HRR + Ruhe) = (125 × 0,60) + 55 = 130 bpm
- Z2 oben (70 % HRR + Ruhe) = (125 × 0,70) + 55 ≈ 143 bpm
Die Zonen interpretieren
- Z1 Erholung (50–60 %). Aktive Erholung, Aufwärmen und Cool-down. Normale Unterhaltung möglich.
- Z2 Aerob (60–70 %). „Unterhaltungstempo". Baut Mitochondrien, Kapillarisierung und Fettverbrennungskapazität auf.
- Z3 Tempo (70–80 %). „Angenehm hart". Nützlich, aber vermeide es als Standardzone.
- Z4 Schwelle (80–90 %). Das Tempo für ein Einstundenrennen. Entwickelt die Laktatschwelle.
- Z5 VO2max (90–100 %). Sehr hart. Kurze Intervalle mit großzügiger Erholung. Maximal ein- bis zweimal pro Woche.
Häufige Fehler
- 220 − Alter als Evangelium behandeln. Es ist eine Schätzung mit ±10 bpm Streuung.
- Ständig in der „Grauzone" trainieren. Z3 fühlt sich produktiv an, kostet aber Erholung ohne den Nutzen von reinem Z2 oder Z4.
- Ruheherzfrequenz ignorieren. Wenn du eine gemessene Ruhe-HF hast, nutze Karvonen.
- Blind dem Handgelenk-HF vertrauen. Optische Sensoren sind bei harter Belastung oft 5–15 bpm daneben.
- Cardiac Drift vergessen. Bei langen Einheiten steigt die Herzfrequenz bei gleichem Tempo langsam an. Halte die Zone, nicht das Tempo.
Wann du einen Fachmann konsultieren solltest
Dieser Rechner geht von einem grundsätzlich gesunden Erwachsenen aus. Er ist nicht geeignet für Personen, die Betablocker oder andere herzfrequenzbeeinflussende Medikamente nehmen, Herzrhythmusstörungen haben, schwanger sind oder unter ärztlicher Betreuung für Herz-Kreislauf-Erkrankungen stehen. Wenn du über 40 bist und mit intensivem Training beginnst oder kardiovaskuläre Risikofaktoren hast, konsultiere einen Arzt und ziehe einen ärztlich begleiteten Belastungstest in Betracht.