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Zinseszinsrechner

Sieh, wie Geld wächst, wenn Zinsen Zinsen verdienen. Modelliere Startkapital, regelmäßige Einzahlungen und beliebige Verzinsungsfrequenzen von jährlich bis stetig.

Zinseszins-Eingaben

Dieser Rechner dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Finanzberatung dar. Konsultiere einen qualifizierten Finanzberater, bevor du finanzielle Entscheidungen triffst.

Was ist Zinseszins und warum ist er wichtig?

Beim Zinseszins werden die erwirtschafteten Zinsen zum Kapital addiert, sodass in der nächsten Periode Zinsen auf einen größeren Betrag berechnet werden. Über Jahre und Jahrzehnte summiert sich dieser kleine Zusatz in jeder Periode zu einem enormen Unterschied gegenüber einfachen Zinsen. Der Zinseszins ist die Grundlage praktisch jeder ernsthaften Finanzentscheidung: Altersvorsorge, Hypothekentilgung, Sparen für eine Immobilie.

Die Kraft des Zinseszinses liegt in seinem exponentiellen Wachstum. Bei 7 % p. a. verdoppelt sich ein Betrag in ca. zehn Jahren (Daumenregel: 72 / 7 ≈ 10,3). In 30 Jahren ist er fast acht Mal so groß — ohne einen einzigen zusätzlichen Euro eingezahlt zu haben.

Wie dieser Rechner funktioniert

Für periodische Verzinsung:

FV = P × (1 + r/n)n × t

Für stetige Verzinsung:

FV = P × er × t

Der Rechner ist währungsunabhängig: Gib ein beliebiges Währungssymbol ein. Es werden keine Steuern, länderspezifische Logik oder Inflationsanpassungen vorgenommen. Die Ergebnisse sind nominal.

Rechenbeispiel

Startkapital 10.000, monatliche Einzahlung 200, 20 Jahre, 7 % p. a., monatlich verzinst. Das Startkapital wächst allein auf ca. 40.387. Die 48.000 an Einzahlungen (200 × 240) wachsen auf ca. 104.185 dank Zinseszins. Endbetrag: ca. 144.572. Davon sind ca. 86.185 Zinsertrag — fast so viel wie die Gesamteinzahlungen.

Häufige Fehler

  • Unrealistische Rendite annehmen. 12 % p. a. zu wählen, weil ein Blogpost es versprochen hat. Langfristige globale Aktienrenditen liegen eher bei 7 % nominal.
  • Inflation vergessen. 1 Million in 40 Jahren ist nicht 1 Million heute. In realen Werten planen.
  • Gebühren ignorieren. 1 % jährliche Fondsgebühren können den Endbetrag über 30 Jahre um 20–30 % reduzieren.
  • Einzahlungen früh stoppen. Der Zinseszins ist in den späteren Jahren am stärksten.
  • Eine konstante Rendite annehmen. Reale Renditen schwanken. Nutze den Rechner als langfristigen Durchschnittsschätzwert.

Wann du einen Fachmann konsultieren solltest

Dieser Rechner ist ein Lehrwerkzeug. Echte Finanzplanung umfasst Steuern, Inflation, Risiko, Liquiditätsbedarf, Versicherung, Nachlassplanung und deine persönlichen Umstände. Sprich mit einem Honorar-Finanzberater (der gesetzlich verpflichtet ist, in deinem Interesse zu handeln), wenn du für die Altersvorsorge, einen Immobilienkauf oder andere große finanzielle Ziele planst.

Dieser Rechner dient ausschließlich Bildungszwecken und ist keine Finanzberatung.

Frequently Asked Questions

Was ist Zinseszins?
Zinseszins entsteht, wenn Zinsen sowohl auf dein ursprüngliches Kapital als auch auf bereits gutgeschriebene Zinsen berechnet werden. Dadurch wächst das Guthaben über die Zeit schneller als bei einfachen Zinsen. Über lange Zeiträume ist dieser Effekt enorm.
Wie oft sollte der Zins berechnet werden?
Häufigere Zinsberechnung ergibt etwas höhere Endbeträge, aber der Unterschied zwischen täglicher und stetiger Verzinsung ist bei Raten unter 10 % minimal. Monatliche Verzinsung ist im Alltag am häufigsten und hier der Standard.
Welche Formel verwendet dieser Rechner?
Für periodische Verzinsung: FV = P × (1 + r/n)^(n × t). Für stetige Verzinsung: FV = P × e^(r × t). Monatliche Einzahlungen werden mit der Future-Value-of-Annuity-Formel verarbeitet.
Berücksichtigt der Rechner Inflation oder Steuern?
Nein. Die Ergebnisse sind nominal, also nicht inflations- oder steuerbereinigt. Um reale (inflationsbereinigte) Renditen zu schätzen, ziehe die erwartete Inflationsrate vom Zinssatz ab. Für Steuerfragen konsultiere einen Steuerberater.
Einzahlung am Monatsanfang oder -ende?
Einzahlung am Monatsanfang (vorschüssig) bringt etwas mehr Zinsertrag, weil das Geld einen extra Monat verzinst wird. Der Unterschied ist meist unter 1 % über lange Zeiträume.
Sind 7 % eine realistische Renditeannahme?
Historisch haben diversifizierte globale Aktienmärkte über Mehrjahreszeiträume ca. 7–10 % nominale Rendite p. a. erzielt, mit erheblicher Schwankung von Jahr zu Jahr. Anleihen liegen typischerweise bei 3–5 %. Tagesgeldkonten bei 0–5 % je nach Zinsumfeld.
Warum wächst der Endbetrag in späteren Jahren so stark?
Das ist der Zinseszinseffekt. Anfangs stammt der Großteil des Wachstums aus Einzahlungen; später wird der Zins auf Zinsen zum dominierenden Treiber. Deshalb ist frühes Anfangen so entscheidend.
Ist das eine Finanzberatung?
Nein. Dieser Rechner dient ausschließlich Bildungs- und Veranschaulichungszwecken. Er nimmt eine konstante Rendite an, was in der Realität nie vorkommt. Konsultiere einen zugelassenen Finanzberater, bevor du Anlageentscheidungen triffst.